Alte Handwerkstechnik - Brettchenweben

Alles rund um Basteln, Malen, Häkeln Stricken usw.
Benutzeravatar
Edelweiss
Inventar
Inventar
Beiträge: 10407
Registriert: Sa 26. Mai 2012, 12:59
Qualifikation/Wissen: Tomaten (Hobby)
Wohnort: Krokstadelva, Norwegen
Geschlecht: weiblich - weiblich
Status:
Offline

Alte Handwerkstechnik - Brettchenweben

Dez 2012 06 18:39

Beitrag #1 von Edelweiss » Do 6. Dez 2012, 18:39

Wie kommt man zum Brettchenweben?
Indem man sich, wie ich, fuer eine der Anwendungsbereiche des Brettchenwebens interessiert. Bei mir war es die Wikingerzeit mit ihrer einfachen, aber raffinierten Kleidung, die je nach handwerklichem Koennen verziert war. Und eine Art dieser Verzierungen besteht in brettchengewebten Baendern.

Bild
Wikingerzeitlicher Mantel, verziert mit komplizierter Brettchenweberei. Bis man soweit kommt, kostet es einiges an Uebung, Fehlversuchen, Zeit.......... Aber wenn der Virus einen mal erwischt hat, wird man ihn nicht mehr los. :4: Zur Technik erzaehl ich euch spaeter mehr.

Hier mal ein bisschen ueber die Geschichte des Brettchenwebens. Und weil das vor mir schon jemand sehr gut zusammengefasst hat, hab ich beschlossen, das von dem Buch: Weben mit Brettchen von Candace Crocket zu uebernehmen.

Die Geschichte der Brettchenweberei
Brettchenweben ist ein altes Handwerk, bei welchem einfache Kaertchen oder flache Brettchen den Webstuhl ersetzen. Faeden werden durch Loecher der Brettchen gefaedelt; durch das Drehen der Brettchen waehrend des Webens werden die Muster in den Baendern erzielt. Die Brettchenweberei wurde im traditionellen Sinn eingesetzt fuers Weben von starken, schmalen, dekorativen Baendern. In China fand die Brettchenweberei Anwendung in der Herstellung von Zuegeln, Zaumgeschirr und Sattelgurten. Tuerkische Nomaden setzten lange Baender, gewoben mit der Technik der Brettchen, in verschiedenster Art ein zum Befestigen , Aufhaengen und Anbinden.

In Nordafrika woben die Brettchenweber auf den Maerkten Kostbarkeiten in die Baender ein. Burmenische Moenche trugen brettchengewobene Guertel, welche auf der einen Seite rot, auf der andern Seite gelb gestaltet waren.

Die traditionellen bulgarischen Trachten erforderten ein etwa 8 Meter langes brettchengewebtes Band mit einfacher Musterung, welches mehrere Male um die Taille geschlungen wird. Im frueheren Jugoslawien wurden wollene brettchengewobene Baender mit langen Fransen als Saumabschluss bei Schuerzen verwendet.

Die roten Struempfbaender der griechischen Nationaltracht waren bandgewoben. Brettchengewobene Schriftenbaender wurden frueher in Island sowie in Persien als Liebespfand geschenkt. Fast ausnahmslos waren alle diese alten Baender schmal, stark und dekorativ.

Zu den Anfaengen der Brettchenweberei und deren Verbreitung
Die aeltesten Funde von Brettchenwebereien stammen aus Nordafrika, Aegypten, Asien, Europa und Island. Es ist jedoch bis heute unklar, wo die Brettchenweberei ihren Urspung hat und von wem sie erfunden wurde. Das aelteste Brettchen wurde in einem spanischen Grad gefunden, datiert aus dem 4. Jahrhundert vor Christus. Es liegen starke Vermutungen vor, dass die Brettchenweberei auch in Russland und China auf eine lange und interessante Geschichte zurueckblicken kann. Es ist nicht auszuschliessen, dass die Brettchenweberei viele Jahrtausende alt ist und von den Roemern aus dem Orient nach Europa gebracht wurde. Archaeoligische Funde von Brettchenwebereien in Skandinavien gehoeren nicht zu den aeltesten Beispielen brettchengewobener Baendchen. Sie sind aber besonders interessant, da sie eine Entwickung von einfachen bis zu sehr komplex gemusterten Baendern aufzeigen.


So, jetzt hab ich euch genug gelangweilt. :10: Der naechste Beitrag wird interessanter, da zeig ich euch die Technik von einfachen bis komplizieren Baendern.
Bild
Mist, wo ist hier der Hundesitz?

Benutzeravatar
Minerva
Admina
Admina
Beiträge: 17264
Registriert: So 20. Mai 2012, 19:33
Qualifikation/Wissen: Dahlien / Lilien (Hobby)
Wohnort: Irgendwo zwischen Olymp und Knusperschlösschen
Geschlecht: weiblich - weiblich
Status:
Offline

Re: Alte Handwerkstechnik - Brettchenweben

Dez 2012 06 19:50

Beitrag #2 von Minerva » Do 6. Dez 2012, 19:50

Wußte ich es doch...Edelweisschen....das es eine sehr interessante Geschichte rund um das Weben ist und du langweilst mich keinesfalls damit :)
Liebe Grüßle Minerva
Ich bin nicht auf der Welt um so zu sein wie andere mich gern hätten.

Benutzeravatar
Edelweiss
Inventar
Inventar
Beiträge: 10407
Registriert: Sa 26. Mai 2012, 12:59
Qualifikation/Wissen: Tomaten (Hobby)
Wohnort: Krokstadelva, Norwegen
Geschlecht: weiblich - weiblich
Status:
Offline

Re: Alte Handwerkstechnik - Brettchenweben

Dez 2012 06 20:11

Beitrag #3 von Edelweiss » Do 6. Dez 2012, 20:11

Danke, Minerva. :6:
Bild
Mist, wo ist hier der Hundesitz?

Benutzeravatar
claudia1605
V.I.P.
V.I.P.
Beiträge: 6546
Registriert: Di 22. Mai 2012, 21:57
Qualifikation/Wissen:
Wohnort: Köln
Geschlecht: weiblich - weiblich
Status:
Offline

Re: Alte Handwerkstechnik - Brettchenweben

Dez 2012 06 20:15

Beitrag #4 von claudia1605 » Do 6. Dez 2012, 20:15

Du langweilst kein bisschen, Susanne. Ich bin schon ganz gespannt wie es weiter geht. Danke, dass du dir die Arbeit machst. :53:
Liebe Grüße
Claudia

Ich habe keine Macken! Das sind Special Effects !

Benutzeravatar
Edelweiss
Inventar
Inventar
Beiträge: 10407
Registriert: Sa 26. Mai 2012, 12:59
Qualifikation/Wissen: Tomaten (Hobby)
Wohnort: Krokstadelva, Norwegen
Geschlecht: weiblich - weiblich
Status:
Offline

Re: Alte Handwerkstechnik - Brettchenweben

Dez 2012 06 20:28

Beitrag #5 von Edelweiss » Do 6. Dez 2012, 20:28

Danke, Claudia, :6: kann aber ein paar Tage dauern, bevor es weitergeht. Fuer den naechsten Teil muss ich dann auch ein paar Fotos machen.
Bild
Mist, wo ist hier der Hundesitz?

Benutzeravatar
unkrauthex
Thread-Moderatorin
Thread-Moderatorin
Beiträge: 6464
Registriert: So 20. Mai 2012, 20:27
Qualifikation/Wissen: Sachkunde für freiverkäufliche Arzneimittel
Wohnort: LKR Landshut
Geschlecht: weiblich - weiblich
Status:
Offline

Re: Alte Handwerkstechnik - Brettchenweben

Dez 2012 06 20:31

Beitrag #6 von unkrauthex » Do 6. Dez 2012, 20:31

Susanne, auf die Fortsetzung freu ich mich schon. Wenn langweilen so informativ und interressant ist, langweile ich mich gern. :53:
Warum willst du dich mit dem Spatz in der Hand begnügen?
Hol dir ne Leiter, steig auf ´s Dach und fang die Taube!
Oder flieg mit deinen Träumen den Adler fangen.

Benutzeravatar
Edelweiss
Inventar
Inventar
Beiträge: 10407
Registriert: Sa 26. Mai 2012, 12:59
Qualifikation/Wissen: Tomaten (Hobby)
Wohnort: Krokstadelva, Norwegen
Geschlecht: weiblich - weiblich
Status:
Offline

Re: Alte Handwerkstechnik - Brettchenweben

Dez 2012 06 20:44

Beitrag #7 von Edelweiss » Do 6. Dez 2012, 20:44

Danke, Hexchen. :6: Ich freu mich, dass euch das gefaellt. Da fuehl ich mich gleich noch mehr motiviert, weiterzumachen.
Bild
Mist, wo ist hier der Hundesitz?

Benutzeravatar
roswitha
Inventar
Inventar
Beiträge: 13856
Registriert: Di 22. Mai 2012, 20:45
Qualifikation/Wissen:
Wohnort: Mecklenburgische Seenplatte
Geschlecht: weiblich - weiblich
Status:
Offline

Re: Alte Handwerkstechnik - Brettchenweben

Dez 2012 06 20:45

Beitrag #8 von roswitha » Do 6. Dez 2012, 20:45

Edelweiss, der Beitrag war nicht langweilig sondern sehr informativ und interessant. :113:

Ich freue mich schon auf den nächsten Beitrag mit den Fotos.
Liebe Grüße roswitha



Achte auf deine Gedanken!
Sie sind der Anfang deiner Taten.
Aus China

Benutzeravatar
Edelweiss
Inventar
Inventar
Beiträge: 10407
Registriert: Sa 26. Mai 2012, 12:59
Qualifikation/Wissen: Tomaten (Hobby)
Wohnort: Krokstadelva, Norwegen
Geschlecht: weiblich - weiblich
Status:
Offline

Re: Alte Handwerkstechnik - Brettchenweben

Dez 2012 06 20:49

Beitrag #9 von Edelweiss » Do 6. Dez 2012, 20:49

Danke, rosi. :6:
Bild
Mist, wo ist hier der Hundesitz?

Benutzeravatar
lavendula
V.I.P.
V.I.P.
Beiträge: 4645
Registriert: Mi 30. Mai 2012, 17:08
Qualifikation/Wissen:
Wohnort: Aus der schönen Pfalz :)
Geschlecht: Weder das eine noch das andere - Weder das eine noch das andere
Status:
Offline

Re: Alte Handwerkstechnik - Brettchenweben

Dez 2012 09 09:23

Beitrag #10 von lavendula » So 9. Dez 2012, 09:23

Hab den Beitrag eben entdeckt und find das total Klasse Edelweiß...traditionelle Handwerkskunst, keinen Moment langweilig, im Gegenteil, auch ich freu mich auf die nächsten Bilder und Beiträge.. :113:

Benutzeravatar
Edelweiss
Inventar
Inventar
Beiträge: 10407
Registriert: Sa 26. Mai 2012, 12:59
Qualifikation/Wissen: Tomaten (Hobby)
Wohnort: Krokstadelva, Norwegen
Geschlecht: weiblich - weiblich
Status:
Offline

Re: Alte Handwerkstechnik - Brettchenweben

Dez 2012 09 11:54

Beitrag #11 von Edelweiss » So 9. Dez 2012, 11:54

Danke, lavi. Mal schaun, wie ich die Woche Zeit hab zum Weitermachen.
Bild
Mist, wo ist hier der Hundesitz?

Benutzeravatar
unkrauthex
Thread-Moderatorin
Thread-Moderatorin
Beiträge: 6464
Registriert: So 20. Mai 2012, 20:27
Qualifikation/Wissen: Sachkunde für freiverkäufliche Arzneimittel
Wohnort: LKR Landshut
Geschlecht: weiblich - weiblich
Status:
Offline

Re: Alte Handwerkstechnik - Brettchenweben

Dez 2012 09 12:46

Beitrag #12 von unkrauthex » So 9. Dez 2012, 12:46

Der Winter scheint ja noch ne Weile anzuhalten, Susanne.
Da kannst du noch jede Menge weben . . . . . . . und fotografieren . . . . . . . und uns zeigen :)
Warum willst du dich mit dem Spatz in der Hand begnügen?
Hol dir ne Leiter, steig auf ´s Dach und fang die Taube!
Oder flieg mit deinen Träumen den Adler fangen.

Benutzeravatar
Edelweiss
Inventar
Inventar
Beiträge: 10407
Registriert: Sa 26. Mai 2012, 12:59
Qualifikation/Wissen: Tomaten (Hobby)
Wohnort: Krokstadelva, Norwegen
Geschlecht: weiblich - weiblich
Status:
Offline

Re: Alte Handwerkstechnik - Brettchenweben

Feb 2014 23 18:47

Beitrag #13 von Edelweiss » So 23. Feb 2014, 18:47

Es ist, ne, nicht immer noch, aber schon wieder Winter und ich hab es endlich geschafft, ein paar Fotos zu machen, damit ich besser was zu der Technik erzaehlen kann.

Der Anfang ist langweilig, denn natuerlich muessen die Brettchen einzeln aufgezogen werden. Man hat also mindestens 10 Brettchen. Nach oben ist keine Grenze gegeben, aber aus ERfahrung weiss ich, dass mehr als 30 Brettchen schwierig zu handtieren sind. Das geht dann fast nur mit "Pappbrettchen".

Die Breite des Bandes ist abhaengig von der Anzahl der Brettchen, dem gewaehlten Material und der Dicke des Materiales. Ich hab meist Wolle benutzt, aber mit Leinen oder Seide kriegt man auch schoene Gewebe.

So sieht das aus, wenn ein aufgezogener Brettchensatz mit Leinen durcheinander geraet:

Bild

Also, immer schoen aufpassen, dass Brettchen auf Brettchen liegt.

Ok. Los gehts.
Wir faedeln durch jedes Loch einen Faden und verknoten die 4 Faeden auf der Rueckseite.
Bild

Bild

Bild

Das wiederholen wir mit allen Brettchen. Bestimmte Muster haben bestimmte Farben in bestimmten Loechern und ob die Brettchen von rechts oder links eingefaedelt sind. Meist haben die Baender auch einen einfarbigen Rand.

Und so sieht das ganze dann aus, wenn man anfaengt zu weben.
Bild

Ich sitze unten in der Ecke (natuerlich nicht sichtbar und hab die Brettchen mit einem Guertel umgeschnallt. Dazu spaeter noch mehr. Und am anderen Ende sind die Faeden mittels einens Knotens an einem Haken in der Wand befestigt.

Und jetzt muss ich noch mehr Fotos machen.
Bild
Mist, wo ist hier der Hundesitz?

Benutzeravatar
roswitha
Inventar
Inventar
Beiträge: 13856
Registriert: Di 22. Mai 2012, 20:45
Qualifikation/Wissen:
Wohnort: Mecklenburgische Seenplatte
Geschlecht: weiblich - weiblich
Status:
Offline

Re: Alte Handwerkstechnik - Brettchenweben

Feb 2014 23 21:11

Beitrag #14 von roswitha » So 23. Feb 2014, 21:11

Edelweiss, das sieht ja erst mal kompliziert aus. :33:
Ich warte mal auf die nächsten Fotos.
Liebe Grüße roswitha



Achte auf deine Gedanken!
Sie sind der Anfang deiner Taten.
Aus China

Benutzeravatar
Edelweiss
Inventar
Inventar
Beiträge: 10407
Registriert: Sa 26. Mai 2012, 12:59
Qualifikation/Wissen: Tomaten (Hobby)
Wohnort: Krokstadelva, Norwegen
Geschlecht: weiblich - weiblich
Status:
Offline

Re: Alte Handwerkstechnik - Brettchenweben

Feb 2014 23 21:16

Beitrag #15 von Edelweiss » So 23. Feb 2014, 21:16

Ist wie mit so vielem, am Anfang kompliziert, wenn man es dann aber kann, ganz leicht.

Ich bin jetzt erst mit den Brettchen soweit gekommen wie auf dem letzten Bild. Und dann hab ich einen Fehler entdeckt. :55: Laesst sich zwar ausbuegeln, aber heute abend nicht mehr. Kann mich nicht mehr konzentrieren. Muss also noch ein paar Tage warten. Aber ich versprechs, nicht so lang wie ihr auf diese Fortsetzung habt warten muessen.
Bild
Mist, wo ist hier der Hundesitz?

Benutzeravatar
claudia1605
V.I.P.
V.I.P.
Beiträge: 6546
Registriert: Di 22. Mai 2012, 21:57
Qualifikation/Wissen:
Wohnort: Köln
Geschlecht: weiblich - weiblich
Status:
Offline

Re: Alte Handwerkstechnik - Brettchenweben

Feb 2014 23 21:18

Beitrag #16 von claudia1605 » So 23. Feb 2014, 21:18

Bei mir würde es aussehen wie auf Bild 1 - mindestens.
Liebe Grüße
Claudia

Ich habe keine Macken! Das sind Special Effects !

Benutzeravatar
unkrauthex
Thread-Moderatorin
Thread-Moderatorin
Beiträge: 6464
Registriert: So 20. Mai 2012, 20:27
Qualifikation/Wissen: Sachkunde für freiverkäufliche Arzneimittel
Wohnort: LKR Landshut
Geschlecht: weiblich - weiblich
Status:
Offline

Re: Alte Handwerkstechnik - Brettchenweben

Feb 2014 23 22:18

Beitrag #17 von unkrauthex » So 23. Feb 2014, 22:18

ooooooooooh, wenn ich mir die Arbeit vorstell, trau ich mir ja mein Band gar nicht mehr umbinden.
Mach das zum Haare zurückhalten einfach wie ´n Hippie um die Stirn. Bin aber auch dabei, ne Flechttechnik zu üben, bei der das Band einen Haarstrang ersetzt. Sollte es mal funktionieren, was mangels mindestens zweier weiterer Hände momentan schlecht ausschaut, mach ich ein Bild.

für mich schau das Brettchenweben ähnlich kompliziert wie klöppeln aus.
Warum willst du dich mit dem Spatz in der Hand begnügen?
Hol dir ne Leiter, steig auf ´s Dach und fang die Taube!
Oder flieg mit deinen Träumen den Adler fangen.

Benutzeravatar
Minerva
Admina
Admina
Beiträge: 17264
Registriert: So 20. Mai 2012, 19:33
Qualifikation/Wissen: Dahlien / Lilien (Hobby)
Wohnort: Irgendwo zwischen Olymp und Knusperschlösschen
Geschlecht: weiblich - weiblich
Status:
Offline

Re: Alte Handwerkstechnik - Brettchenweben

Feb 2014 23 23:18

Beitrag #18 von Minerva » So 23. Feb 2014, 23:18

Och nö...da würde ich eher wieder anfangen zu stricken ;)
Das sieht verdammt nach komblisiert aus...nix mehr für mich.....aber Hut ab....Edelweiss :)
Liebe Grüßle Minerva
Ich bin nicht auf der Welt um so zu sein wie andere mich gern hätten.

Benutzeravatar
Edelweiss
Inventar
Inventar
Beiträge: 10407
Registriert: Sa 26. Mai 2012, 12:59
Qualifikation/Wissen: Tomaten (Hobby)
Wohnort: Krokstadelva, Norwegen
Geschlecht: weiblich - weiblich
Status:
Offline

Re: Alte Handwerkstechnik - Brettchenweben

Feb 2014 24 06:24

Beitrag #19 von Edelweiss » Mo 24. Feb 2014, 06:24

Dankeschoen. Aber wenns mal gefunkt hat, ist das auch wie ein Virus. Vor allem, wenn man dann erst ein Band selber gestalten kann und nicht an ein bestimmtes Muster gebunden ist.
Bild
Mist, wo ist hier der Hundesitz?

Benutzeravatar
Edelweiss
Inventar
Inventar
Beiträge: 10407
Registriert: Sa 26. Mai 2012, 12:59
Qualifikation/Wissen: Tomaten (Hobby)
Wohnort: Krokstadelva, Norwegen
Geschlecht: weiblich - weiblich
Status:
Offline

Re: Alte Handwerkstechnik - Brettchenweben

Mär 2014 26 13:47

Beitrag #20 von Edelweiss » Mi 26. Mär 2014, 13:47

Ekliges Wetter draussen, Schneeregen, also die Gelegenheit, hier ein bisschen weite zumachen.

Leider sind nicht alle Fotos so scharf geworden, hab festgestellt, dass das schwierig ist, da ja eigentlich immer Bewegung in der Sache ist. Aber heute hab ich Hilfe beim Knipsen gekriegt.

So sieht das aus, wenn "eingespannt" ist. Der Guertel geht dann um meine Taille.
Bild

Hier werden die Brettchen gedreht
Bild

Fach bilden
Bild

Schussfaden einlegen
Bild

Draufsicht
Bild

Am letzten Bild kann man gut erkennen, dass die Brettchen wieder durcheinander geraten sind, da ploetzlich das Muster nicht mehr gestimmt hat. Ich muss wieder einen Faden durch die Loecher ziehn und verknoten, bevor ich das ganze weglege.

Das hier gezeigte ist eins der einfachsten Muster ueberhaupt. Mit nur 2 Farben, die im Wechsel in Loch 1, 2, 3 oder 4 eingezogen sind und das ganze in der Mitte gespiegelt, so dass das Muster in der Mitte gespiegelt wird.
Dann wird immer 4, bzw, bei diesem Band 8 x vorwaerts gedreht, und dann der Schussfaden eingelegt, und 4 x, bzw. hier 8 x rueckwaerts gedreht und der Schussfaden eingelegt. Der Schussfaden muss auch immer passend angezogen werden, damit am Rand keine Schlaufen entstehen.

Auch dein Band gehoert zu den einfachen, Hexchen mit 4 x voerwaerts und 4 mal rueckwaerts drehen. Allerdings brauch ich dazu eine Mustertabelle zum Einzug der Faeden, weil dieses Muster vom EInzug abhaengig ist.

Jetzt hab ich euch wohl genug verwirrt fuer heute.
Naechstes Mal zeig ich euch verschiedene Muster und erzaehl ein bisschen dazu.
Bild
Mist, wo ist hier der Hundesitz?


Zurück zu „Hobbythek“

Wer ist online?

Mitglieder in diesem Forum: 0 Mitglieder und 1 Gast